Luna

Der neue Hund im Haus mit Seele

Luna zieht ein

Schon seit Anfang der Bauphase von STELLA hatte ich immer wieder Hunde zu Besuch – und jedes Mal wuchs die Überzeugung, dass das neue Haus auch ein ideales Zuhause für einen vierbeinigen Begleiter sein würde.

Im Dezember 2025 ist Luna geboren. Im Februar 2026 ist sie bei mir eingezogen. Seitdem ist sie überall dabei – auf der Baustelle, im Büro, im Wald, am Strand.


Warum Luna?

Luna heißt Mond. Daran werde ich jedes Mal erinnert, wenn wir abends noch einmal rausgehen.

Mein erster eigener Hund war Lilly, eine schwarze Labradorhündin. Und die war, sobald es dunkel wurde, schlicht verschwunden. Man wusste ungefähr, wo sie ist – sehen konnte man sie nicht.

Bei Luna ist es genau andersherum. Ein bisschen Mondschein reicht, und ihr helles Fell leuchtet durch die Dunkelheit. Wie der Mond eben.


Die Suche nach der richtigen Züchterin

Wir haben lange gesucht. Und irgendwann, zwischen Bremen und Bremerhaven, eine Züchterin gefunden, bei der einfach alles gestimmt hat.

Schon der erste Besuch hat überzeugt. Was danach kam, war im besten Sinne ein gegenseitiges Abtasten: Wir haben geprüft, ob das der richtige Start für einen Welpen ist – und sie hat geprüft, ob wir die richtigen Menschen für einen ihrer Welpen sind.

Mir war wichtig, dass die Welpen den bestmöglichen Start bekommen. Das war dort ohne Abstriche der Fall.

Ihr war wichtig, in welche Hände ihre Hunde kommen. Auch das war schnell geklärt – sie hat gemerkt, dass wir uns über den Hund, das Umfeld und die Rahmenbedingungen längst sehr viele Gedanken gemacht hatten.

Genau so soll es sein. Beide Seiten dürfen wählerisch sein.


Die Auswahl

Luna hatte neun Geschwister.

Wir haben uns mit in die Wurfbox gesetzt und einfach abgewartet, wer sich für uns interessiert. Nicht wir suchen den Welpen aus – der Welpe darf mitentscheiden.

Luna war die, die am längsten durchgehalten hat. Immer wieder bei uns, meistens im Doppelpack mit einem zweiten Welpen, aber sie war die Beharrlichste.

Die Züchterin hat es anschließend so eingeordnet: Luna sei die mit dem meisten Pfeffer im Hintern – und damit ausdrücklich kein klassischer Anfängerhund.

Das hat uns eher bestätigt als abgeschreckt. Denn genau diese Energie kann sie hier ausleben: Platz, Wald, Wasser, Baustelle, jeden Tag etwas Neues. Dass die Züchterin das genauso gesehen hat, war der Moment, in dem klar war – das passt.

Zwei Wochen später durfte Luna mit nach Hause.


Baustellenhund von Tag eins

Luna ist mit der Baustelle groß geworden. Und das merkt man.

Lärm ist für sie kein Thema. Kreissäge, umfallende Wasserwaage, große Baumaschinen – sie hebt kurz den Kopf und legt ihn wieder ab. Sie kennt es nicht anders, also ist es normal.

Was dagegen sofort volle Aufmerksamkeit bekommt: Essen. Da gehen Augen und Ohren augenblicklich auf Empfang, und sie ist zur Stelle.

Und dann gibt es dieses eine Spiel. Luna hat früh entdeckt, dass es ausgesprochen lustig ist, mir Sachen zu klauen – Holzreste vor allem. Aber es bleibt beim Klauen. Sie knabbert nicht daran herum und verletzt sich nicht, ihr geht es um etwas anderes.

Man dreht sich einmal um, und der Schraubenzieher liegt in ihrem Körbchen. Sie passt diebisch darauf auf und freut sich sichtlich, wenn ich anfange zu suchen.

Auch mit den ständig wechselnden Menschen auf der Baustelle geht sie großartig um. Manchmal darf sie mitspielen, meistens läuft sie einfach mit. Aufdringlich ist sie nie.


Der perfekte Dabei-sein-Hund

Wenn ich Luna in einem Satz beschreiben müsste: Sie ist der perfekte Dabei-sein-Hund.

Sie liebt es, dabei zu sein, und sie ist ehrlich interessiert daran, was als Nächstes passiert. Aber sie muss nicht im Mittelpunkt stehen, und sie muss nicht permanent bespaßt werden.

Kümmert sich jemand um sie, freut sie sich. Hat sie gerade keinen Job, beschäftigt sie sich selbst.

Genau diese Mischung macht den Alltag mit ihr so leicht.


Erziehung: viele kleine Eindrücke

Die wichtigste Erkenntnis aus der Zeit mit Lilly und aus allem, was danach kam: Ein Hund braucht von Anfang an so viele kleine Eindrücke wie möglich – ohne dabei überfordert zu werden.

Deshalb war Luna sehr früh überall mit dabei. Im Restaurant. Bei Freunden. Am Strand. Am Hamburger Hauptbahnhof.

Und jedes Mal mit dem gleichen Blick darauf: Lernt sie hier etwas? Ja. Ist es zu viel? Nein. Neue Reize – aber in einer Dosis, die sie tragen kann.

Dasselbe gilt für Hundekontakte: viele, aber die richtigen. Eine der wichtigsten Lehrerinnen war Mayla, mein früherer Bürohund – eine ruhige, souveräne Schwarze, die einem jungen Hund ohne viel Aufhebens zeigt, wie man sich benimmt. Von so jemandem lernt ein Welpe mehr als aus jeder Übungseinheit.

Alles, was sie lernt, baut auf drei Dingen auf: Bindung, Vertrauen und der Zuversicht, dass am Ende alles gut sein wird.


Wasser – die nächste Baustelle

Wasser spielt in meinem Leben eine große Rolle – siehe Faszination Wasser. Bei Luna ist das aktuell noch ein Projekt.

Der Zwischenstand:

Das wird noch. Sie kommt mit raus, und dann geht für sie eine neue Welt auf. Ich habe damit keine Eile.

Immerhin: Im Zoo am Meer waren wir schon, Wassertiere sind für sie also nichts Ungewöhnliches. Sie hat dort sogar einen Eisbären aus der Nähe gesehen – Glasscheibe dazwischen, versteht sich.

Luna hat ihn angeknurrt. Der Eisbär ist abgehauen.

Wir haben Tränen gelacht. Luna war anschließend erkennbar stolz: Eisbär verjagt, Tagesaufgabe erledigt.


Bürohund

Den Job als Bürohund hat sie schnell verstanden. Sitze ich am Rechner, liegt sie zu meinen Füßen.

Und wenn es zu lange dauert, stupst sie mich freundlich an. Kein Bellen, kein Drängeln – eher ein höflicher Vorschlag, ob wir nicht mal eine Pause machen und die Wälder in der Umgebung unsicher machen wollen.

Meistens hat sie recht.


Und heute?

Luna war eine gute Entscheidung.

Sie ist ein toller Hund und ein noch besserer Kompagnon. Zwischen Baustelle, Büro, Wald und Wasser hat sie ihren Platz gefunden – und wir haben alle eine Menge Spaß dabei.

Ein Hund muss nicht perfekt sein. Luna ist es in meinen Augen trotzdem.


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